Zur Fiktionalität dieses Blogs

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Das schöne an Fiktionalen Welten, ist die Art, wie sie funktionieren. Man muss nicht jeden Baum und Strauch, jedes Naturgesetz und jede Selbstverständlichkeit in einer Fiktion neu erfinden. Leser und Zuschauer, gehen solange davon aus, dass alles so ist wie immer bis man ihnen explizit erklärt, „Obacht, das hier ist anders als in der nicht-fiktionalen Welt!„. Das ist super, weil die Grenze zwischen Unserer Welt und jeder beliebigen Fiktionalen Welt nur hauchdünn ist. Es bedarf nur einer einzigen ausgedachten Person, ein einziges fiktives Buch, eine einzige hahnebüchene Behauptung oder ein einziger herbeigedichteter Blogeintrag und schon hat man die Grenze zur Fiktion übertreten.

Lange habe ich hier „normal“ gebloggt. Filme, Bücher und Platten kritisiert. Mein Meinung zu Gesellschaft und Politik geäußtert. Nachrichten und Lesezeichen aus dem Netz gesammelt. Photos veröffentlich und Annekdote geschrieben. Das alles aufrichtig und ehrlich, für mich, für Freunde und Bekannte. So wie die meisten anderen Blogger auch. Darauf habe ich keine Lust mehr. Das Web 2.0 ist ein Fiktionsloser Ort geworden. Wir hatten einmal einen Traum vom Netz. Und so soll es hier wieder sein.

Also: in diesem Blog finden sich Beiträge über Orte, Figuren, Ereignisse und Dinge, die real oder fiktiv sein können. Beides mische ich ineinander, so funktionieren Fiktionen eben und: Ich mache nicht kenntlich, was Fiktion ist und was Realität. Insbesondere verändere ich nachträglich alte Blogbeiträge und ergänze sie um fiktionale Bestandteile. Nichts in diesem Blog ist also zuverlässig. Der neuen Sicherheit setze ich eine neue Unsicherheit entgegen. Dieses Blog ist ein literarisches Experiment.

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