Generator First Floor

Ich muss, muss, muss das noch mal sagen: Ich bin wirklich verblüfft über das Prism-Dings und die Reaktionen. Ich fürchte, ich formuliere hier nur um, was ich schon gesagt habe, aber … wenn die FAZ jetzt titelt „Die Regierung kann deine Daten nicht schützen„, wie kann das für irgendwen, den in den letzten 10 Jahren etwas Zeit im Internet verbracht hat eine Überraschung sein. Wir wissen das, seitdem wir die ersten MP3s und die ersten Filme und Serien heruntergeladen haben. Die Regierung konnte schon die Daten der Musik und Filmindustrie nicht schützen. Die mächtige, mächtige Musik- und Filmindustrie konnten ihre Daten sogar selber nicht schützen. Und sie haben sich wirklich den Arsch aufgerissen und verkackte Berge versetzt bei dem Versuch dabei. Hölle, sie waren ja schon drauf und dran ihren Datenschutz mit Hardware auf jedem verfluchten Rechner umsetzen zu wollen und haben es trotzdem nicht geschaft. Wir haben ihren Datenschutz jedes Mal durchbrochen. Wir haben es jedes Mal geschafft, Mittel und Weg an ihrem Datenschutz vorbei zu finden.

Ich meine … sicher … die Datenschutz-Ignorierer mit denen wir es bei all den Prismen zu tun haben sind Geheimdienste, staatliche Institutionen. Aber unter uns Pastorentöchtern … es wird doch wohl niemand glauben, dass die die einzigen wären, die sich bedienen, wo es möglich ist. Selbst wenn wir es den Geheimdiensten erfolgreich untersagen: Es glaubt doch wohl nicht irgendwer ernsthaft, man könnte den IT-Konzernen irgendetwas erfolgreich untersagen, was mit IT zu tun hat. Google kopiert Wlan-Passwörter unverschlüsselt auf seine Server … weil sie es können.

Und noch mal zu den Gefahren für die Demokratie

Das mit den Gefahren für die Demokratie ist mir auch nochmal durch den Kopf gegangen. Das ist ja gerade zu ein Paradox, oder eine Self-fullfinning Prophecy, je nach dem: Wenn das Mitlesen von Emails eine Gefahr für die Demokratie darstellt … dann können unsere Demokratien ja nicht so wirklich richtig stabil sein … und dann … würde ich als Geheimdienst auch erst recht versuchen, alle mir zu Verfügung stehenden Mittle zu ergreifen, alle Quellen anzuzapfen. Es glaube keiner, die Jungs beim Geheimdienst würden nicht denken, sie seien dufte Demokraten und Kämpfer für die Freiheit.

Summa summarum brontosaurum

Meine Lieben … ich weiß, das sind alles keine einfachen Thesen; ich weiß, das steht alles nicht auf den sichersten argumentativen Beinen; ich weiß, das ist nicht die einfache moralische Position; aaaaber … ein paar Dinge in diesem ganze Problemfeld sind halt inzwischen ganz, ganz, ganz offensichtlich nicht so einfach, wie bequem wäre. Es gibt hier ganz sicher kein Gut und Böse, kein Schwarz und Weiß. Und ganz sicher spielen wir selber eine andere Rolle als die de Opfer.

Götter, wir sind der verfluchte Souverän dieses Landes, und wir alle haben uns gefreut, als Obama Präsident wurde, und wir alle haben uns gefreut, als Obama nochmal Präsident wurde. Wir alle hätten ihn gewählt, wenn wir es gekonnt hätten. Wir haben Angela Merkel zu Bundeskanzlerin gemacht, wieder und wieder. Wir selber und niemand anders trägt die Verantwortung dafür. Wir haben Menschen unser Vertrauen geschenkt, die Prism und Tempora für richtig hielten und noch immer halten. In zwei Monaten ist Wahl … und wenn ihr mich fragt, sieht es so aus, als würde der Souverän dieses Landes sich für die Fortführung von Prims und Tempora aussprechen.

DAS ist Demokratie.


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Kommentare

21 Antworten zu „Generator First Floor“

  1. Avatar von Gero
    Gero

    @ben: Glaubst du echt, dass dieser „Kampf“ gegen die „Piraterie“ im Internet schon vorbei ist oder das „wir“ ihn gewonnen hätten?

    Aktuelles schönes Beispiel („weil sie es können“): http://www.heise.de/newsticker/meldung/BlackBerry-spaeht-Mail-Login-aus-1919718.html

    Gerade der Satz „Google kopiert Wlan-Passwörter unverschlüsselt auf seine Server … weil sie es können.“ verdeutlicht doch eig. genau das. Ich glaube der Grund warum das nicht passiert ist, 1. weil es vll. doch garnicht so viele Raubkopierer gibt, wie immer behauptet wird und 2. selbst wenn dem so ist, würde sicher ein großer Protest ausbrechen und Umsätze einbrechen, wenn plötzlich tausende und abertausende Raubkopierer zur Kasse gebeten würden.
    Ob man diese Art potenziellen Widerstands dann demokratische Gegenwehr nennen möchte…
    Aber möglich wäre das schon, und einige Sachen werden ja schon Hardwarebasiert implementiert: http://www.theinquirer.net/inquirer/news/2262217/kaspersky-inks-a-deal-with-qualcomm-to-improve-android-security

    Alles eventuell nur eine Frage der Zeit. Genau wie Kameras in unserem Wohnräumen. Aber ja wir könnten das verhindern, theoretisch.

    Wo du wohl Recht hast, ist, die Akzeptanz betreffend, denn vermeintliche Anti-Terror-Maßnahmen können super vertreten werden.
    Die Frage ist wieder einmal der Zusammenhang, wenn man schon super mit der Technik Terroristen finden kann (wie behauptet wird), warum nicht auch andere „Verbrecher“?
    Worauf ich hinaus will, ist, unterstützt die Entwicklung dieser Programme nicht theoretisch auch den „Datenschutz der Unternehmen“? Das ganze ließe sich doch wunderbar kombinieren, obwohl das zurzeit wohl noch nicht passiert.
    Schönes, böses Stichwort „wirtschaftlich-militärischer Komplex“.
    Man mag, um auch auf dein Zitat oben einzugehen „Es glaube keiner, die Jungs beim Geheimdienst würden nicht denken, sie seien dufte Demokraten und Kämpfer für die Freiheit.“, dahinter keine Absicht sehen, aber das heißt ja nicht, dass es nicht trotzdem darauf hinausläuft.
    Aber ja all das ist in gewisser Weise demokratisch legitimiert.
    Allerdings könnten wir uns auch darum bemühen, das System selbst zu verändern. Denn Grundgesetzänderungen bspw. sind ja eigentlich für eine positivere Entwicklung der Demokratie gedacht.
    Dazu passt auch gut Holgers Zitat:“…Die Demokratie [in diesem Land, Anmerkung von mir(Gero)] als Staatsform ist so kunstvoll konstruiert, dass das Volk möglichst von den Entscheidungen fern gehalten wird. In der Wirtschaft, im Militär, in der Justiz herrschen Autokratie statt Demokratie….“.

    Dem stimme ich natürlich nur teilweise zu und dem letzten Satz, dass sie eine Utopie wäre, stimme ich garnicht zu. Die perfekte Demokratie ist eine Utopie, aber eine Demokratie hat eine große Bandbreite.

    Noch ein Satz zu „weil sie es können“, ist das wirklich ein guter Ansatz? Man geht bei Gesetzen nicht per se davon aus, dass sie gebrochen werden. Denn dann bräuchte man sie ja auch nicht.

    Aber wie bereits angesprochen, das Internet ist theoretisch, also ohne Netzsperren, international, also auch eine Angelegenheit für internationale Politik. Diese findet aber nur im Rahmen von undemokratischen oder sagen wir mal unparlamentarischen Organisationen wie der UN statt (mit extrem viel gutem Willen sind vll. 40% der Länder darin demokratisch und die Vertretung übernimmt die Regierung eines Landes) oder über Abkommen, die ja wie wir erfahren haben hinter verschlossenen Türen verhandelt werden und manchmal noch nicht mal vom Parlament abgesegnet werden http://www.n-tv.de/politik/Das-System-des-Kalten-Kriegs-besteht-weiter-article10923526.html . Das ist keine Demokratie.

  2. Avatar von ben_
    ben_

    @Gero

    Glaubst du echt, dass dieser “Kampf” gegen die “Piraterie” im Internet schon vorbei ist oder das “wir” ihn gewonnen hätten?

    Äh? Wiebitte? Nein, keines Wegs. Wir haben ihn ganz sicher nicht gewonnen und zuende ist er auch nicht. Er wird nie zuende sein. Was digital ist, ist hochdynamisch, wird kopiert, geklaut, geraubt, abgehört, überwacht, gespeichert, analysiert, und transformiert werden und es wird unendlich und unendlich oft in unterschiedliche Hände gelangen. Datenschutz, Raubkopie, Vorratsdatenspeicherung, Überwachung … das sind alles nur Synonyme für ein und das Selbe: Die Grundeigenschaften digitaler Daten und unser unvermeidbarer Umgang damit.

    Und … damit wir uns nicht falsch verstehen … das hier ist kein Text darüber was gut und richtig ist. Überhaupt, was ich bisher zu Prism geschrieben habe … nichts davon ist ein „So ist es gut“. Das ist nur ein Festhalten, dessen was ist. Chronistenarbeit und die Versuche von Analysen. Die Zeit für Utopien ist vorbei. Oder sie kommt erst wieder. Aber das Heute ist zu kompliziert dafür.

    Oder um es mit Tocotronic zu sagen: „Das ist keine Erzählung, das ist nur ein Protokoll.“ Und die Tage können wir vielleicht davon lernen, wie wir leben wollen …

  3. Avatar von H.i.r.s.m.
    H.i.r.s.m.

    so habe ich immer in sachen atomkraft argumentiert.

  4. Avatar von ben_
    ben_

    @Hirsm: Rate mal, von wem ich mir das Argumentationsmuster abgeschaut habe!

  5. Avatar von amo

    ja gut, dann ist das demokratie.
    von menschen gemacht.
    man muss sie von grund auf ablehnen.
    hab’s ja immer gesagt.

  6. Avatar von ben_
    ben_

    @amo: Dass Du ein alter Anarchist bist, nie auch nur die Chance hattest etwas anderes zu werden als ein Anarchist, und in Deinem Herzen immer zutiefst ein Anarchist sein wirst … das hab ich schon immer gewußt. Und das ist auch gut so. Wir brauchen Dich!

  7. Avatar von H.i.r.s.m.
    H.i.r.s.m.

    *Schluck* auf Selbstbeweihräucherung wollte ich gar nicht hinaus… schon allein, weil ich mich gar nicht daran erinnern kann, daß das mal ein Thema war (hier oder in meinen Blogzeiten).

    Ich wollte eher pruvvuzzierrn mit der Frage: Fallen einem da nicht auch Beispiele ein, wo man nicht mehr gelassen wie eine Hindu-Kuh zuschauen und sagen kann: „Das sind doch demokratisch legitimierte Maßnahmen unserer gewählten Volksvertreter“?

    Ich sollte vielleicht auch präzisieren: Der Souverän würde sich wahrscheinlich nicht explizit für die Fortführung von Tempora, Prism oder Atomkraft aussprechen, aber diese Dinge (und vielleicht auch das ein oder andere undemokratische oder unmoralische Ding) für das Gesamtpaket „Halbwegs zufrieden machender Wohlstand für einen ausreichend großen Teil der Gesellschaft“ in Kauf nehmen.

  8. Avatar von ben_
    ben_

    @Hirsm: Ich glaube, es war mal in einer Diskussion mit Görch und Dir, in der es um den „Willen des Souveräns“ ging. Die Argumentation lief da einen Hauch anders: Der Souverän hat die bekannten Risiken der Atomkraft billigend in Kauf genommen, in dem er anderen Themen und Aufgaben stets den Vorang gegeben hat. Und selbst wenn man fragt, ist es ja immer eine Frage der Fragestellung: Sollen wir Atomkraftwerke abschalten? Soll Strom teurer werden? Sollen wir das Internet überwachen? Sollen wir Terroristen und Pädophile laufen lassen, obwohl wir sie hätten greifen können? Sollen wir lieber für soziale Gerechtigkeit oder für Ruhe und Ordnung sorgen?

  9. Avatar von H.i.r.s.m.
    H.i.r.s.m.

    achso… aber das ist ja ca das, was ich oben sage #präzisierung

  10. Avatar von amo

    @ben_: ja, tieftief im herzen.

    die kanzlerin gerade auf der bundespressekonferenz schon wieder ’ne nullnummer. unglaublich.

    allerdings wurde gestern bei beckman klartext geredet. gut leistung der redaktion! empfehlung:

    http://www.ardmediathek.de/das-erste/beckmann/der-glaeserne-buerger-ausgespaeht-und-ausgeliefert?documentId=15995310

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/faz-net-fruehkritik/faz-net-fernsehkritik-es-waere-ein-fehler-12287459.html

  11. Avatar von ben_
    ben_

    Der FAZ-Artikel ist schon mal unlesbar.

    „Er diagnostizierte einen soziokulturellen Wandel, der in seiner Bedeutung nur mit der Renaissance oder der Aufklärung vergleichbar wäre.“

    Gibt es denn nur noch Hysteriker in den Medien? Gibt es keine besonnenen Menschen mehr?

  12. Avatar von amo

    wo gibt es die noch?

    mal die nsa fragen!

  13. Avatar von Gero
    Gero

    @ben: Also ich muss doch mal die These in den Raum werfen, dass Leute die das bezweifeln, dass es von grundsätzlicher Bedeutung ist, das Ganze (und es geht nicht um Prism, sondern um den Charakter des Internets) verharmlosen.

    Natürlich kategorisieren wir (Menschen) immer gern, wissenschaftliche Studien und das Einteilen in Epochen entspricht nie ganz den wirklichen Begebenheiten und natürlich verändert sich alles ständig, mal gibt es vll. ein paar Sprünge, aber meistens basiert alles auf einer längeren Entwicklung.

    Also stellt sich für mich doch die Frage, warum soll die Aufklärung denn etwas soo viel einschneidenderes gewesen sein? Es dauerte doch Jahrhunderte bis ein Großteil der Bevölkerung einigermaßen gebildet war etc. und diese Entwicklung dauert doch noch viel weiter an, wenn man sich Dritte Welt Länder ankuckt etc.

    Und das Internet gibt es erst 20 Jahre in einer mit dem Status qou vergleichbaren Form und es hat schon Millionen und Abermillionen erreicht. Es ist also eine viel schnellere Entwicklung und hat viel mehr Menschen erreicht als die Aufklärung. Man könnte natürlich sagen, dass das Internet eben „nur“ eine Plattform ist und keine Veränderung der Denkweise, obwohl das auch nur teilweise stimmt. Und das das Internet eher ein Teil der noch andauernden Aufklärung ist.

    Aber das Internet und speziell Big Data führen zu einer dauerhaften Veränderung der Gesellschaft, auf der einen Seite steht nach wie vor das Individuum, die Entdeckung der Aufklärung, welches sich darüber viel schneller und einfacher informieren kann etc., aber auf der anderen Seite steht doch die riesige Analysierbarkeit, die in Zukunft (und ich glaube, dass diese Zukunft nicht so fern ist) eine massives Machtpotenzial bietet. Die Prism-Affäre hat das nur mal (wieder) ins Gedächtnis vieler Leute (inklusive mir) gerufen.

    Das klein zu reden hilft niemandem. Es geht natürlich, solange wir keine gleichwertige KI oder ähnliches haben, immer noch darum was wir Menschen damit tun. Die Technologie ist neutral. Aber ich sehe es als Nicht-Lernen-Wollen aus der Vergangenheit an, jetzt plötzlich nicht an Machtmissbrauch zu glauben.

    Ein kleiner Nebengedanke, meiner Ansicht nach, so wichtig die Errungenschaften einzelner Menschen in der Geschichte auch waren, werden die alten Epochen doch etwas zu sehr idealisiert.

  14. Avatar von hardy

    @gero

    [..] jetzt plötzlich nicht an Machtmissbrauch

    äh, ich denke mal, daß ben es bewusst nicht auf eine wertung angelegt hat sondern einfach konstatatiert: habt euch mal nicht so, tut nicht so aufgeregt, das wisst ihr seit angedenken und jetzt tut ihr überrascht.

    „machtmißbrauch“ klingt nach entrüstung über einen zustand, der nun mal so ist, seit der erste mensch dem anderen eine reingehauen hat: das recht des stärkeren.

    und „wir“ waren nur eine begrenzte zeit die „stärkeren“, weil wir mehr zeit damit verbringen, ein naturgesetz zu beklagen statt und darüber aufzuregen, mit welcher chuzpe unsere regierung ihr nichts-tun als hohe regierungskunst verkauft.

    denn, für mich liegt _da_ die krux. meine regierung sagt mir: hey da sind gangster draussen, kauf dir mal ne knarre, wir haben gerade den polizeidienst eingestellt …

    @ben

    die nummer mit der mp3-analogie ist großartig. nicht jeder kann um die ecke denken …

  15. Avatar von Gero
    Gero

    @hardy, das ganze bezog sich auf diesen Kommentar von Ben:
    „Der FAZ-Artikel ist schon mal unlesbar.

    “Er diagnostizierte einen soziokulturellen Wandel, der in seiner Bedeutung nur mit der Renaissance oder der Aufklärung vergleichbar wäre.”

    Gibt es denn nur noch Hysteriker in den Medien? Gibt es keine besonnenen Menschen mehr?“

    Wenn das alles reine Protokollierung sein soll, dann ist sie mir zu wenig objektiv und zu wenig detailiert:

    „Wir haben ihren Datenschutz jedes Mal durchbrochen. Wir haben es jedes Mal geschafft, Mittel und Weg an ihrem Datenschutz vorbei zu finden.“

    Haben wir? Einzelne Cracker vll. aber ansonsten wurde einfach keine umfassende Lösung „eingebaut“, ala hardwarebasiertem drm etc. und das war kein demokratischer verdienst, sondern der einzelner leute im w3c und welchen gremien auch immer.

    Ansonsten profitieren Raubkopierer auch heute noch davon, dass die Server über alle Welt verstreut sind und die Gesetzeshüter eben (bisher) nicht auf der ganzen welt qualitativ gleich gut sind, geschweige denn gut zusammenarbeiten. Ebenfalls nicht unser Verdienst.

    Außerdem besteht ein Unterschied zwischen einem Song im mp3-Format und einer Email, da es sich bei ersterem eig. um ein allgemeines Gut handelt (ungleich Allgemeingut), welches also für jedermann zugänglich ist, für das der Produzent aber eben eine gewisse Entschädigung haben möchte. Eine Email ist im Zweifelsfall aber nur für den Empfänger gedacht. Hierbei ist der Datenschutz also etwas ganz anderes.

    „Selbst wenn wir es den Geheimdiensten erfolgreich untersagen: Es glaubt doch wohl nicht irgendwer ernsthaft, man könnte den IT-Konzernen irgendetwas erfolgreich untersagen, was mit IT zu tun hat. Google kopiert Wlan-Passwörter unverschlüsselt auf seine Server … weil sie es können.“

    Genau das obere Beispiel widerspricht dem doch, wenn dem so wäre, dann hätten wir doch längst eine Microsoft- Weltherrschaft.

    Es geht immer darum, was unentdeckt geschieht. Transparenz könnte dies tatsächlich aufhalten, solange keine Gesellschaft/Organisation/Unternehmen mächtiger als die eigentliche Gesellschaft ist, oder die Gesellschaft dies entscheidet.

    „Das mit den Gefahren für die Demokratie ist mir auch nochmal durch den Kopf gegangen. Das ist ja gerade zu ein Paradox, oder eine Self-fullfinning Prophecy, je nach dem: Wenn das Mitlesen von Emails eine Gefahr für die Demokratie darstellt … dann können unsere Demokratien ja nicht so wirklich richtig stabil sein … und dann … würde ich als Geheimdienst auch erst recht versuchen, alle mir zu Verfügung stehenden Mittle zu ergreifen, alle Quellen anzuzapfen. Es glaube keiner, die Jungs beim Geheimdienst würden nicht denken, sie seien dufte Demokraten und Kämpfer für die Freiheit.“

    Ziemlich verquere Logik, so nach dem Motto, wenn man über die Gefahren eines Einbruchs berichtet, und zeigt wie leicht man die meisten Fenster und Schlösser knacken kann, würde die Zahl der Einbrüche steigen.

    —-
    Auch wenn ich jetzt einiges an diesem „Recht des Stärkeren“ auszusetzen hätte, stimme ich dir zu, wir brauchen politsche Lösungen, aber wir brauchen auch private Lösungen, wir müssen uns selbst ebenfalls die Macht zurücknehmen.

    Und das bedeutet auch wieder Wissen, Wissen bedeutet Macht, wir müssen also wissen wie „deren“ Technologie funktioniert und darauf reagieren.

    Und ich bin Ranga’s Meinung, dass wir endlich europäische Alternativen zu Google und Co. brauchen. Diese sollten aber nicht kommerziell sein. Es ist doch ein Armutszeugnis einer Gesellschaft wenn wir technologisch nicht dazu in der Lage wären, mitzuhalten. Aber das kann eben keine Privatperson oder eine Organisation bewältigen.

  16. Avatar von Gero
    Gero

    Erstmal ein Link: https://netzpolitik.org/2013/jung-naiv-folge-73-eure-fragen-an-jacob-appelbaum/

    Und dann, wenn ihr davon sprecht, dass es nichts neues ist, muss ich mal teilweise widersprechen. Denn man muss hier einfach mal differenzieren. Ja der Staat hatte schon immer Interesse an Informationen, aber es ist nun viel einfacher geworden, unbemerkt und mit viel weniger Kosten und Aufwand, diese Informationssammlung durchzuführen.
    Das hat mehrere Gründe, 1. die technischen Möglichkeiten sind gewachsen und 2. das Interesse an Daten ist seit 9/11 auch bei „normalen“ Leuten gewachsen. Besonders auch an Daten von allen Menschen. 3. Das Konzept des Big Data ist ebenfalls eher neuer.
    4. Durch 9/11 ist das gesellschaftlich auch viel akzeptierter und 5. Mit Facebook und Co. ist ein Traum von Datensammlern wahr geworden, Menschen geben von sich aus, Unmengen an Daten von sich preis.

    Hier von „Nichts neues“ zu sprechen, ist schlicht nur die halbe Wahrheit.
    Und gesamtgesellschaftlich betrachtet, gab es wohl nur wenige die das geahnt haben: http://blog.fefe.de/?ts=af2f7c15 .
    Das einzige was man wusste, war im Grunde nur, dass unverschlüsselte Kommunikation theoretisch mitgelesen werden kann und dass Meta-Daten rein technisch eben auch generell verfügbar sind. Also warum darauf rumreiten? Es ist nunmal für viele neu, obwohl es das nicht wirklich ist.
    Das ist eine Sache für die Geschichtsbücher, für die Chronologie, aber ansonsten nur gut für das „Told you so“-Karma, also insgesamt nicht wirklich wichtig für die Debatte, meiner Meinung nach.

  17. Avatar von hardy

    ui, jemand schreibt längere texte als ich 😉

    gero, ich habe meine erste email ca 1994 verschickt und in dem moment war mir klar, daß jemand mitlesen könnte. an dem gefühl hat sich bis heute nichts verändert und ich schreibe immer noch welche. gradseläätz.

    ich _will_, daß „DIE“ wissen, daß „WIR“ anders sind und immer mehr werden.

    was gerade passiert, ist also „eigentlich“ allen klar, es wird bloß gerade erst akut und für alle sichtbar.

    das ist der positive aspekt der debatte.

    der rest ist ein bißchen gekünstelte aufregung und deshalb empfinde ich jedenfalls bens beitrag als erfrischend unaufgeregt und seinen hinweis darauf, daß anarchismus ja nicht nur unser privileg ist (hast du „illuminatus!“ gelesen, ben?) erfreulich selbstkritisch.

    können wir uns mal für ne sekunde das netz „wegdenken“?

    ich kann das noch und deshalb sind das netz und seine konsequenzen (für mich) keine gefahren für die demokratie eher das komplette gegenteil, weil es ja eine frage ist, was „wir“ damit machen.

    zu dem „wir“ gehört nun mal eine immer größer werdende klientel an exhibitionisten, die mit ihren daten hausieren gehen. für mich ist jedenfalls so etwas wie f#ckbook ein kompletter wahnsinn, an dem ich so wenig teilnehme wie an der allgemeinen freude an der ewigen erreichbarkeit via handy.

    wenn aber nun jemand diesen kram nutzt, obwohl er doch weiss, daß ein handy ein mikro und ein gps gerät ist, wenn er weiss, daß die polizei und die dienste seine öffentlich geposteten sachen bei FB oder twitter auswerten wird (… nicht kann, _wird_) dann … naja, dann ist _er_ doch die gefahr für die demokratie, oder?

    sich dann über die dienste zu erregen ist da irgendwie „seltsam“.

    wenn ich was gelernt habe in den letzten roundabout 30 jahren dann das, was gestern ranga tatsächlich (endlich!) auch formuliert hat: was wird, wenn den scheiss mal jemand nutzt, der eben nicht „gut“ sein will.

    endlich ist der groschen gefallen …

    ich find’s jedenfalls erfreulich, daß diese sachen jetzt _breit_ diskutiert werden und wir endlich mal nach vorne denken müssen und nicht immer nur mit unseren neuen kleinen spielzeugen im kinderzimmer herumjuxen können.

    „wir“ müssen langsam mal erwachsen werden, akzeptieren, daß „da draassen“ nicht nur „gute“ sind und in unserem kinderzimmer ein paar böse schläger a la zuckermann unsere party aufmischen.

    die dienste machen, was sie in unserem auftrag eben machen müssen. schlimmer als die sind die neuen sklavenhalter, die dich dazu bringen, den ganzen tag kostenlos für die zu arbeiten und dir ungeniert erklären, daß du eben ein doofi bist, wenn du ihnen ihre daten gibst.

    der codex, nach dem wir (früher) dieses kinderzimmer zu gestalten suchten, gilt ja immer noch, es ist der hippiecodex, teile, mach den anderen froh statt geld damit zu verdienen, dem anderen zu schaden.

    heut‘ gucke ich auf meine eigene arbeit und frage mich, warum ich eigentlich immer skrupel hatte, software zu schreiben, die dem einen oder anderen den arbeitsplatz wegrationalisiert.

    die generation von heute ist so zynisch zu sagen, egal, hauptsache ich bekomme geld dafür. und die arbeitet jetzt halt für die NSA.

    wenn gilt, daß „wir“, die hippies, das internet erfunden haben, dann seid „ihr“ es jetzt, die es verrät. an zuckerberg. an die nsa.

    die gefahr für die demokratie ist nicht das internet – wir sind es.

    ich weiss nicht, ob ich mich wirklich so ausgedrückt habe, daß man es versteht … ich hab‘ im moment ne menge zu tun und bekomme meine gedanken nicht stringent geordnet. aber ich hoffe, der kern ist klar und warum ich ben’s beitrag mag:

    er gibt nicht DENEN die schuld, wer immer das sein mag. nope, WIR sind verantwortlich durch das, was wir tun. manchmal reicht schon eine kleine verweigerung – kein handy, kein facebook. naja, in meiner kleinen welt jedenfalls, die sich aber dadurch, etwas nicht zu tun, eben nicht zum schlechteren entwickelt hat 😉

  18. Avatar von Gero
    Gero

    @hardy: ok danke, ja das bringt alles besser auf den Punkt.

    Ich bin da ja ganz bei dir, ich nutze auch kein Facebook und das Handy nur selten, aber es ist eben doch eine kleine Illusion (und ja ich wiederhole mich da), dass nur der Einzelne für seine Daten verantwortlich ist. Ein Beispiel: Wenn alle deine Freunde bei Facebook sind, dann ist das Risiko hoch, dass die Daten die du da nicht über dich angibst, über diese Leute da angegeben werden, zumindest in den Bereichen die sich mit deinen kreuzen.
    Das unterstützt natürlich, dass diejenigen Schuld sind.

    Aber besteht nicht zwischen dem Gesagten und diesem hier http://anmutunddemut.de/2013/07/01/we-are-vulnerable-by-choice-2.html ein gewisser Widerspruch?
    Wenn man nicht verschlüsselt, was Ben ja nach eigener Aussage durchaus manchmal, aber nicht immer tut, ist man dann nicht ziemlich wehrlos? Um mal nicht von mitschuldig zu sprechen.

    https://twitter.com/frank_rieger/status/354586702930640896

    Bist du denn ebenfalls Fatalist? Falls ja, ich finde man kann bei unserer Lebenssituation noch nicht von gänzlich hoffnungsloser Existenz sprechen und ich muss sagen, dass ich in Big Data tatsächlich eine neue bedrohliche Entwicklung sehe, die durch Prism mal deutlicher in den Vordergrund rückt und die man verhindern kann und muss.

    Natürlich gibt es zahlreiche andere Probleme, auch ganz anderer Natur. Aber die könnten durchaus zusammenlaufen und ich finde der Widerstand gegen diese Technologie wäre einfacher und günstiger als die Veränderung des ganzen Gesellschaftssystems, auch wenn diese wohl auch notwendig wäre.

    Aber Ben schreibt ja vll. noch was zu konkreten Maßnahmen und Konsequenzen.
    Hier hat er zwar schon einiges geschrieben, aber vll. kommt da ja noch was: http://anmutunddemut.de/2013/06/11/collection-directly-from-the-servers.html
    „Und wieder einmal bleibt als Konsequenz für Online-Handeln nur eine wirkliche Option: „… you don’t put anything in your life you can’t walk out on in 30 seconds flat if you spot heat around the corner.“ Und das bedeutet: Für jeden Dienst, den ich bei einem Netz-Konzern nutze, muss ich einen PlanB in der Hinterhand haben. Alle relevaten Daten muss ich im Zweifel umgehend runterladen können. Nehmt alles mit, was euch nutzt, gebt nichts zurück. Spiel nicht mit den Krawattenträgern! Und das geht nur mit Open-Source und eigenen Lösungen. Mündigkeit im Zeitalter des Internet heißt im Zweifel: Linux beherrschen, Programmieren können. Alle anderen sind ausgeliefert. Das ist hart und leider immer noch ziemlich elitär. Aber es dürfte trauriger Weise die Wahrheit sein.“

  19. Avatar von hardy

    gero,

    es wäre ja zu schön, wenn gerade ich mal was auf den punkt bringen könnte 😉

    aber magdalena bienert hat das mal: „Dieses Gerät gefährdet das Abendland“ und seitdem bin ich versöhnt mit allem – weil ich es mir einfach nicht mehr anmaße, zu wissen, wozu das alles gut ist …

    ich denke nicht, daß ben das „fatalistisch“ meint, ich bin es jedenfalls nicht – für mich liest sich das eher „gelassen“ oder „unaufgeregt“. nicht nur, weil er weiss, daß man nichts „aufhalten“ oder „verhindern“ kann, was nur entsteht, weil menschen halt bequem sind.

    zu dem ergebnis komme ich jedenfalls, wenn ich das mit meinen töchtern diskutiere: warum sollen sie sich mit den unendlichen weiten auseinandersetzen, wenn ihre freunde doch alle bei facebook sind? eben, da könnte ich mir den mund fusselig reden. es wird nichts nutzen. da müssen wir durch …

    ich denke, der große fehler, den wir alle miteinander machen, ist der „uns“ mit „alle“ zu verwechseln. wenn „wir“ „alle“ wären, dann wäre muttchen demnächst im altersheim, friedrich wäre längst geteert und gefedert und „das würstchen“ pofalla längst gut mit senf bestrichen zwischen zwei brötchenhälften verschwunden.

    nur, wir sind nicht alle, und am ende wird es weiter facebook geben, mutti wird die wahl gewinnen und „alle“ werden es wohl auf die harte lernen müssen.

    es ist auch im grunde vollkommen witzlos, vorher „bescheid zu wissen“ und zu warnen. was ich heute über facebook oder handies sage, habe ich so vor gefühlten jahrhunderten schon gesagt … und … wen schert das?

    es ist bequem. scheiss auf kassandra …

    daß ben einen teil seiner kommunikation verschlüsselt, ist verständlich, weil das eine frage der verantwortung ist, die er trägt. aber es ist natürlich vollkommen witzlos. zumindest, wenn er die gefahr bei der NSA sehen würde.

    sie liegt bei privaten, nicht kontrollierten unternehmen, denen wir immer noch unterstellen, daß sie sich so verhalten, wie sie sich vor zwei jahrzehnten verhielten, als alles noch halbwegs überschaubar war. heute sammelt ein unternehmen daten, wird verkauft und die daten gehen in die hände von jemanden, mit dem man keinen deal gemacht hat. irgendwo habe ich die tage gelesen, dß sich die dienste in ein paar jahren die daten legal bei privatunternehmen kaufen können …

    die gefahren kommen aus der haltung, die zuckerberg geprägt hat, das ist so gesehen der übergang von den 70ern in die 80er, die kinder der hippies tragen markenschuhe und gier wird geil.

    ich habe keine ahnung, was ich daran ändern könnte jenseits dessen, was ich halt eben nicht tue. anfangen muss eh jeder bei sich selbst, alarmierende fensterreden helfen da nicht weiter, es ist nur der ersatz dafür, sich vor den spiegel zu stellen und sich toll „aufrührerisch“ zu fühlen.

    [..] Spiel nicht mit den Krawattenträgern!

    hihi, ich hoffe, du kennst das original deiner anspielung von degenhart. das endet ja damit, daß der, der das nicht wollte, sich am ende ein kind krallt und in die kaninchenställe zerrt.

    (fast) jeder findet ja am ende einen grund, es doch zu tun, frau & kind zb. und nicht jeder hat die chance, die welt ein klitzekleines bißchen zu verändern, indem er damit anfängt, einfach nicht mehr vor ort bei einem unternehmen sondern nachts zuhause zu arbeiten 😉

    [..] Open-Source

    definitiv. auch so eine hippie-idee, die die welt verändert hat.

    aaaaber … wir sind nicht „alle“. „die da draussen“, die im september der kanzleröse einen erdrutschsieg bescheren werden, werden weiterhin dieses tolle internet namens facebook benutzen … und wenn mal google oder facebook ausfallen, werden sie weiter sagen, das internet sei kaputt.

    [..] einen PlanB

    ach was. an dem punkt ist man ja schon drauf reingefallen, daß friedrich die verantwortung auf uns abladen will. als ich das am wochenende mit meinem computeraffinen stiefsohn durchdiskutierte, habe ich ihn auf den effekt der selbstprogrammierung aufmerksam gemacht:

    wenn man einen solchen gedanken erst mal akzeptiert hat, ergibt sich der rest von ganz alleine.

    eines affirmiert das andere, das ergebnis ist eine unproduktive paranoide projektion, man ist so damit beschäftigt, das böse abzuwehren, daß man keinen blick mehr für das neue oder „das gute“ hat, das man hätte machen können, wenn man seine zeit nicht mit ängsten verschwendet hätte.

    viel spaß mit dem beitrag von magdalena bienert. das hat mich wie „die geschichte der jugend“ _versöhnt_.

    ich weiss halt nicht. wozu es „gut“ ist, was passiert. es passiert so schnell und wir sind überfordert, weil wir anders sozialisiert sind. die fähigkeit, so komplex zu reagieren, wie „das alles“ es von uns voraussetzt, die haben wir nicht.

    ich lebe jedenffalls in einer welt, in der menschen in der regel gerade mal die überschriften kennen und sich eine kenntnis anmaßen, die schon rein praktisch nicht zu machen ist.

    ich halte mich ja durchaus selbst für halbwegs informiert, aber … naja, ich bin in wirklichkeit dumm wie schifferscheisse und habe nicht wirklich ahnung, da kann ich mich anstrengen, wie ich will.

    es ist _zuviel_, was man alles wissen oder verstehen müsste und nie verstehen oder wissen wird. alles andere ist die anmaßung dummer menschen, die zu dumm sind, zu bemerken, wie dumm sie aus rein praktischen erwägungen sind.

    viel spaß mit dem beitrag von michael schmidt salomon, der mir jedenfalls vor fast 20 jahren klar gemacht hat, wo meine grenzen sind, als nicht seine kinder noch mit meinen spielten und er nicht als der „deutsche papst der atheisten“ durch die medien ging.

  20. Avatar von hardy

    @ben

    ich hab‘ da einen link versaut. könntest du das korrigieren? danke. und in den letzten satz hat sich ein vollkommen sinnloses „nicht“ eingeschlichen …

  21. […] Gene­ra­tor First Floor Ben­ja­min Bir­ken­hake: „Die Regie­rung konnte schon die Daten der Musik und Film­in­dus­trie nicht schüt­zen. Die mäch­tige, mäch­tige Musik- und Film­in­dus­trie konn­ten ihre Daten sogar sel­ber nicht schüt­zen. Und sie haben sich wirk­lich den Arsch auf­ge­ris­sen und ver­kackte Berge ver­setzt bei dem Ver­such dabei.“ […]

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