Prometheus

Da ist er also, der Vorausdenkende, der Lichtbringer, der Kulturstifter, Menschenfreund und der Gefesselte. Und es gibt viel zu erzählen über Ridley Scotts Inkarnation dieses Schöpfers. Wer den Film noch nicht gesehen hat und noch sehe möchte, sei gewarnt: Ich bespreche fast alles Aspekte des Filmes und es gibt reichlich Bilder.

Vorneweg: Ich habe vor dem Kinobesuch versucht, alle Vorschauen und Berichterstattung zu meiden, wollte den Film so unvoreingenommen, wie es mir als Fan des Alien-Universum eben möglich war, sehen. Das hat auch sehr gut geklappt.

Am Anfang

 

Björk – Jóga

Schon mit den ersten Bilder setzt der Film einen neuen Rahmen. Luftaufnahmen einer Landschaft, die man getroßt als urweltlich und von herber Schönheit bezeichnen darf: Viele Steine und Felsen, wenig Grün dazischen, meist in Form von Gräsern oder Moosen, keine Bäume, keine Tiere und doch wild und schön. Eine Ästhetik, die die geneigte Leserschaft bereits aus Björks Video zur Single „Jóga“ kennt. Und – was mir sofort und höchst eindringlich auffiel: Weiße Wolken und ein grauer, in wenigen Augenblicken sogar fast blauber Himmel. Ein Novum für die ganze Reihe: Alien 1-3 waren spielten wahlweise drinnen oder auf dunklen Planeten, die keinen Himmel und keine Wolken kennen.

In dieser wilden Landschaft steht ein Kerl mit einem mehr oder wenige offensichtlich nicht-menschlichem Alabasterkörper, trinkt eine merkwürdige Substanz aus einem Steingefäß, beginnt darauf hin, sich aufzulösen und stürtzt schließlich in den Dettifoss-Wasserfall und seine Zellen verteilen sich im Wasser.

Und aus den Molekülen seines Körper, bildet sich neues Leben. Das ist also tun die Space-Jockey, das ist ihr Wesen: Sie bringen Leben auf andere Planeten und sie sehen aus wie Menschen. Weiter vorne hätte Scott kaum anfangen können. Und, was für alles folgende ganz wichtig ist: Nur wir sehen dieses Szene. All unsere Protagonisten haben sie nicht gesehen, wissen nichts davon. Scott teilt diesen Moment mit uns, den Zuschauern, in einer lichtdurchflutet hellen Landschaft.

Remix yourself

Die nächsten 20 – 30 Minuten sind kaum weniger prägend für den ganzen Film: In Ereignissen, Bildern, Athmosphäre und sogar in Dialogen und Figuren, wird eines unübersehbar deutlich: Ridley Scott zitierte mit Prometheus nicht nur sich selbst, sondern alle drei vorherigen Teile (die nicht abklingenwollenden Gerüchte über einen vierten Teil halte ich für übertrieben). Ich habe (ob „leider“ oder nicht, kann ich gar nicht sagen) keinen Einblick in Ridley Scott Motivationen oder sein Verhältnis zu seinem Film, aber von Außen scheint es so, als würde er sich selber ebenso wie seine Nachfolger gleichzeitig nicht ernst nehmen und sich davor verbeugen. Prometheus scheint eine solche Freude am Zitat der eigenen Vorgänger zu haben, dass ich schon fast neugierig bin, welche Anspielungen ist nicht erkannt habe.

Lovecraft

Von Chris (mit dem ich die Freude hatte den Film genießen zu dürfen) habe ich erfahren, dass Prometheus auf H.P. Lovecrafts Roman „Die Berge des Wahnsinns“ beruht. Und wie es nicht anders sein kann, ist nicht nur Prometheus Plot in der Tat ein ziemliches Ebenbild seines 80 Jahre älteren Vorgängern, sondern im Film stecken auch noch weitere Andeutungen. Die Offensichtlichste ist die Krakengestalt des „Trilobiten“, die an keinen geringeren als Cuthulhu selbst erinnert.


H.R. Giger: Necronom IV

Wenn man es genau nimmt, ist das aber nichts Neues. Alien selbst, hatte im Grunde des gleichen Plot: Ein Gruppe findet, Ruinen, in denen ein uraltes Grauen und den Tod oder Schlimmeres auf sie wartet. In „Die Berge des Wahnsinns“ kommt zudem ein Buch vor, das von diesen uralten Grauen berichtet und warnt: Das Necronomicon. Ebenfalls „Neconomicon“ heißt ein 1977 veröffentlicher Illustrationsband von H.R. Giger, das jene Graphik enthält, die zwei Jahre später Ridley Scott dazu veranlasste H.R. Giger mit der Entwicklung des erstens Aliens zu betrauen.

Nie zuvor gesehenes Grauen

Die Szene aus Alien, in der das Alien aus Kanes Brust herausbricht ist mittlerweile ikonisch geworden, nicht nur wegen der eindringlichen Bilder, sondern auch, weil es Scott geschafft hat, die Messlatte für Grauen höher zu hängen. Die gute Nachricht ist: Mit der Kaiserschnittszene in Prometheus hat er es geschafft, dem etwas Neues und tatsächlich Ebenbürtiges an die Seite zu stellen. Ich hab mich in meinem Kinosessel gewunden, wie ein geprügelter Hund während der Szene. Das nach über 30 Jahren nochmal zu erreichen, ist eine Leistung vor der ich großen Respekt habe.

Die Lücken im Mythos

Das Drehbuch selbst hat schreckliche Lücken, die meisten davon wahrscheinlich, um irgendwelche Szene und erzählerischen Wendungen rechtfertigen zu können. Und man darf in der Tat nicht allzulange darüber nachdenken. Das ist schade, geht dem Film so doch die schlichte Eleganz des ersten Teils verloren. Aber …

Ich glaube, die Erklärungen, die wir bekommen, sind nicht so einfach, wie sie sich darstellen. Die schwarze Flüssigkeit ist ja keineswegs nur Massenvernichtungswaffe. Wie wir in der Eingangsszene gesehen haben, erschaffen „die Konstrukteure“ damit ja auch Leben. Das wissen unsere Figuren aber nicht. Sie sehen und die Schrecken vor Ort und folgern entsprechend. Kurzsichtig und paranoid, wie es die Art unserer Art ist. Von wem genau stammt eigentlich die Information, dass die Konstrukteure die Erde auslöschen wollen? Einen Teil hat sich der Capitän zusammengereimt. Einen Teil hat sich David zusammengreimt. Dessen Motive und Ziele halte ich aber für alles andere als klar.

Auch dass das Alien, das wir in der letzten Szene sehen nun das erste seiner Art sein soll, halte ich für keineswegs gesichert. Immerhin haben wir ja schon einen Haufen tote Konstrukteure mit aufgesprengten Brustkröben gesehen. Nein. Ich glaube, wir haben weit weniger Antworten bekommen, als derzeit allgemein diskutiert und angenommen wird. Wir haben ein paar schwammige Bilder der Vergangenheit gesehen und unser einzige Wissen über die Konstrukteure stammt von einem Roboter, der mehr als deutlich seine eigene Agenda hat und diese für sich behält.

David

Von dem Moment an, wo ich verstanden habe, dass Michael Fassbender der obligatorische Android des Films werden wird, war ich schon happy.
Von dem Moment an, als er Lawrence von Arabien schaut und sich selber dazu die Haare blondiert hatte er mich auf seiner Seite.

David ist die komplexeste Figur des ganzen Films, vielleicht ist er sogar die einzige komplexe Figur. Ich bin inzwischen sogar fast davon überzeugt, dass dieser Film vor allem seine Geschichte ist. Der eigentliche Film beginnt mit ihm. Alle entscheidenden Fortschritte innerhalb der Pyramide gehen auf ihn zurück. Er löst das 3D-Video aus, er öffnet die Tür zur Gruft, findet den letzten Konstrukteur und erweckt ihn schließlich. Er ist der einzige, der mit Ihm gesprochen hat und er ist der einzige, der ihre Schrift lesen kann. Er hat von andfang an zu fast jedem Zeitpunkt das meiste Wissen über die Dinge, die passieren, läßt uns aber nicht daran teilhaben. Und die Dopplung der Schöpfer-Geschöpf-Geschichte durch ihn macht das Drehbuch erst jenseits vom lovecraftschen Horror interessant. Ich würde inzwischen sogar fast soweit gehen zu sagen, dass die menschlichen Figuren deshalb so flach sind, weil sie David so flach erscheinen, um David als tiefer wirken zu lassen.

Alle Fragen und Hoffnungen, die das ganze Team in die Konstrukteure steckt und auf sie projeziert, trägt David auch in sich. Und ausnahmslos jede Figur im Film behandelt ihn mit Ignoranz und Herablassung. Der Androide ist der Mensch. Aus seiner Position heraus sollen wir erkennen, das Grausamkeit der Götter nur ein Spiegel der Grausamkeit des Menschen ist. Deswegen spaltet Scott seine alte Ellen Ripley in zwei Figuren auf, und verwässert, was an Potential darin gesteckt hätte. Ich glaube Ridley Scotts Herz in diesem Film schlägt für David.

Do Androids dream of Electric Sheep?

Fazit

Prometheus scheint mir inzwischen eine Art invertierter, auf links gezogener Remix zu sein. Der erste Alien-Film selber zeichnet sich dadurch aus, das man stets nur Andeutungen gesehen hat, aber sehr genau wußte was vorgeht: Das Böse ist an Bord gekommen und es will und wird alle töten. Bei Prometheus ist es genau anders herum: Wir sehen deutlich was passiert und darum glauben wir auch zu wissen, was bedeutet. Aber ich denke da halten wir uns für zu schlau.

Auf der anderen Seite ist der Android. Er ist neben der Bestie der zweite Bösewicht des Orginal-Film, ja sogar der Grund, warum es überhaupt erst zur Katastrophe kommt. Ian Holms letzte Szene, in der er zu Einzelteilen verarbeitet wird, wild umsich schlägt und schließlich mit der finsteren Wahrheit rausrückt ist das Pendent zur Chestbuster-Szene, nur diesmal kommt das Böse von der anderen Seite, nicht als wildes Tier, sondern als wilde Maschine. Scott dreht auch das in Prometheus um, wie ich glaube. David ist eigentliche der einzige Protagonist, dem das Drehbuch einen Haufen pseudo-christlicher, verwöhnter, ungeduldiger und größenwahnsinninger Abziehbilder mit durch die Bank weg niederen Motiven an die Seite gestellt hat. Um keine Figur hat es mir auch nur einen Moment leid getan, als sie dahingerafft wurde. Keine. Genau anders herum als im Orgnial, wo einem ja sogar noch die nölenden Maschinisten sympatisch waren.

Und noch etwas, von dem ich glaube, dass es kein Zufall ist: David hat mich während des Films mehrfach an Dave erinnert, aus 2001 (der ‚richtig‘ David Bowman heißt). Und an Hal. Er hat den festen, gescheitelten Gesichtsausdruck von Dave und seine weit geöffneten, neugierigen Augen. Und er hat das ruhige aber bestimmte Wesen von Hal. Er ist wie eine Symbiose von beiden und ich glaube, Scott wollte auch mit dieser Verbeudung vor allem eines: Die Fackel an den Androiden weiterreichen. Als Shaw den Film mit den Worten beendet, dass sie die einzige Überlebende der Prometheus sei, ist das nur Ihre Version der Wahrheit. Wäre sie nicht so von sich selbst eingenommen, käme sie vielleicht auf die Idee, dass David das vermutlich anders sehen würde. Von all dem, was auf dem Planeten passiert ist, hat er mit Sicherheit das meiste verstanden und mitgenommen.

Ja, in einer Szene hält er sogar die Erde in seinen Händen.
Muss man wirklich noch deutlicher werden?


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Kommentare

15 Antworten zu „Prometheus“

  1. Avatar von Markus Freise

    Auch wenn ich Deinen Ausführungen folgen kann und Dir in allen Punkten Recht geben mag, ist der Film eine Enttäuschung. Er versagt einfach auf der erzählerischen Ebene. Zudem ist die Wissenschaftler-Crew an Unglaubwürdigkeit nicht zu übertrumpfen. Da entdecken die auf einem 1 Trillionen Lichtjahre entfernten Planeten eine Zivilisation und trampeln dort herum als wäre es der Ballermann. Ein Geologe interessiert sich Null und so weiter. Nein, der Film ist eine Enttäauschung.

  2. […] Das ist es also. Nach 30 Jah­ren und eige­ner Aus­sage, dass es bei Sci-Fi nichts Neues zu erzäh­len gäbe, wagt sich ein rei­fer Rid­ley Scott zurück zu den eige­nen Wur­zeln. Pro­me­theus viel­leicht größ­ter Makel, sind die eigens geschaf­fe­nen Erwar­tun­gen, das Fran­chise auf das Niveau der ers­ten Filme zurück zu brin­gen. Nur sind eben 20 oder gar 30 Jahre ver­gan­gen und das Medium ist ein ande­res. Ein Film wie ihn Fans wie ich wol­len, der ist nur noch sehr schwer zu ver­kau­fen und Scott ist am Ende kein Kunst­fil­mer. […]

  3. Avatar von chrismue

    Willkommen in der Welt des modernen Blockbuster Kinos, wo wirklich jedes Spektakel episch Lücken in der Logik enthält, nur eben der eine Film etwas besser davon ablenkt, als vielleicht Prometheus. Ich kann Ben nur zustimmen, das habe ich praktisch schon 2 Minuten nach dem gemeinsamen Anschauen. Dies mag kein besseres Alien sein, aber es ist ein Sci-Fi-Horror, über den man eine ganze Weile lang diskutieren kann. Für mich reicht das schon aus. Prometheus ist überhaupt kein perfekter Film, aber welcher Film der letzten 20 Jahre ist schon perfekt? Als Produkt seiner Zeit, ist es sehr solides Genre Kino mit mehr Tiefe als man erwarten konnte. Prometheus erfüllt absolut realistische Erwartungen.

  4. Avatar von b. (wer sonst)
    b. (wer sonst)

    Entschuldigung, aber erst geht ihr in solche Kinofilme und dann wundert ihr euch, wenn es unlogisch wird. Also, das versteh ich nicht.
    War doch vorher klar, dass es weder eine Doku noch ein französischer Gesellschaftsfilm ist. Bei denen würde ich ein gewisses Maß an Logik erwarten. Aber doch nicht im Popcorn-Kino…?
    Hallo? Außerirdische? Das Alien-Gedöns st eine Reihe von Märchenfilmen und da kann man halt einfach alles erzählen. Also muss man doch auch damit rechnen, dass einem hahnebüchenes Zeug aufgetischt wird.
    Ihr wollt das doch auch gar nicht anders! 😉

  5. Avatar von ben_
    ben_

    Ich kann beide Seiten sehr gut verstehen. Ich hätte mir auch noch ein Meisterwerk wie Alien gewünscht. Einen Film der wie ein Aufdonnern ist und zeigt, dass das Genre sehr wohl noch lebt, in der Lage ist, Kino nochmal umzuwälzen und uns über 10, 20, 30 Jahre hinweg prägt. Das wäre schön gewesen.

    Ich bin was „die alten Meister“ angeht aber schon seit ausreichend langen Jahren auf durch anhaltende Enttäuschung konditioniert worden, so dass ich in der Tat weiß, womit sich ein Prometheus heute messen muss. Ich sehe den Film zwischen den beiden Polen „Transformers“ und „Black Swan“. Das ist der Stand des Kinos 2012. Ridley Scott ist heute 74 und er war 42, als Alien rauskam. Aronofsky ist heute 43. Wir können, glaube ich froh sein.

  6. Avatar von kero
    kero

    Halt ein Film der nach rund 2 Stunden rum ist.

  7. Avatar von dasnuf

    Muss ein bißchen lachen. Wenn die Kaiserschnittszene Dich so beeindruckt hat, dann warst Du wohl noch bei keiner Geburt dabei.

    Aber David, den fand ich auch großartig.

  8. Avatar von ben_
    ben_

    @dasnuf: Nein, ich war in der Tat nocht nicht bei einer Geburt dabei und werde es – obwohl Nachwuchs schon in Planung ist – wohl auch nicht sein. Die Kaiserschnittszene hat mich darin nochmal bestärkt (und hätte vermutlich auch meine Liebste darin bestärkt, wenn sie mit im Kino gewesen wäre).

  9. Avatar von Christian

    Also ein Film muss ja nicht unbedingt logisch sein. Sondern glaubwürdig. Das hat beides relativ wenig miteinander zu tun, letzteres ist subjekiver als ersteres.

    Halte ich es für logisch, dass ein Alien auf der Erde landet, in Kansas aufgezogen wird und in einem bunten Kostüm als Gott unter uns Menschen als ein Vorbild für Moral und Menschenwerte eintritt?

    Natürlich nicht!

    Halte ich es für glaubwürdig? Absolut!

    Leider bricht Prometheus für mich mit dieser Regel viel zu oft. Kleinigkeiten kann ich ja verzeihen, aber nicht so viele so grobe Schnitzer wie in dem Film. Und ja, ich bin der Meinung, dass so ein Maßstab auch bei den ach-so-verrufenen Blockbustern aus Hollywood angesetzt werden kann. Eben weil Glaubwürdigkeit fundamental genug ist, dass sie auch ohne ein dickes Budget umsetzbar ist.

    Aber zu meinem eigentlichen Anliegen: @ben_:
    Hast du schon den Ted-Talk von Weyland gesehen? Ein bisschen kurz, ein bisschen sehr starke Promo für den Film, aber der Punkt der „Menschen als Götter“ wird dort auch erwähnt: http://blog.ted.com/TED2023/

  10. Avatar von amo

    inklusive deines beitrags hier habe ich bis heute gar nichts über den film gelesen. komme jetzt gerade aus dem kino.

    scott gibt null antworten und wirft 1000 neue fragen auf. nicht in der qualität, aber durchaus vom prinzip her auch eine parallele zu 2001. allerdings: gerade das macht pro­me­theus zu einem überdurchschnittlichen film. bei mir waren die erwartungen aber auch gering. ich hoffe nur immer, dass die leute ihr werk nicht aus den angeln heben und lächerlich machen (grüße an oli stone und WS2).

    ich lese prometheus so: der mensch hat es zu den boten des schöpfers geschafft. na immerhin! das veranlasst die boten, das experiment menschheit mal unter die lupe zu nehmen. ausgang offen. allerdings wird sein hufeisen vorher vom himmel geholt. ben_, du nennst das paranoid. andere würden vielleicht sagen, sicher ist sicher, oder so.

    was man ganz schön an den geschöpfen aus menschenhand (bzw. aus menschenkörper) ablesen kann: es kann mal so oder mal so ausgehen. die brut der frau shaw murkst den weißen typen ab und das pure böse kommt in die welt. auf der anderen seite: david. der ist zwar auch in der lage den tod zu bringen, also ist er nicht durch und durch „gut“ und damit auch kein gegenentwurf zum xenomorph. doch: am ende scheint er seinem schöpfer, dem menschen, überlegen. weil er mehr weiß und seinen verstand benutzt und nicht seine emotionen. ob er mit jemandem experimentiert und ihn dadurch tötet oder nicht: das befiehlt ihm ja der mensch. das kann man ihm ja am ende nicht vorwerfen.

    trotzalledem: ganz zum schluss kommen shaw und david nur weiter in dem sie wissen, verstand, glaube, willen und emotionen in einen top werfen.

    naja, viel worte um nichts.

    fakt ist: aronofsky sollte sich an science-fiction versuchen und wir hätten -wirklich- was zu besprechen…

  11. Avatar von ben_
    ben_

    @Amo: Mit dem letzten Satz hast Du sicher Recht! District 9 und Sunshine sind die beiden letzten Versuche, die mir einfallen, im Genre noch etwas Neues zu schaffen und auch sie sind keine Filme, die einen restlos Begeister zurückgelassen haben, wie Black Swan es konnte oder eben seiner Zeit Alien und Blade Runner.

    Wir dürfen also gespannt sein, ob Scott mit seinem kommenden Blade Runner doch noch mal weiter kommt, oder ob wir darauf hoffen müssen, dass ich sein Aranofsky mal der Bücher Neal Steaphensons oder Jeff VanderMeers annimmt. Vorest bekommen wir von Aranofsky aber Un-Science-Fiction, Religous-Fiction quasie: Noah. Warum auch immer …

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