„Die Geschichte war so vollkommen geschrieben, so makellos, daß sie mein Leben radikal veränderte. Ich beschloß, das Schreiben weitgehend aufzugeben, denn niemals würde ich etwas auch nur annähernd so Perfektes erschaffen. Hätte ich die Geschichte nie gelesen, dann wäre ich meiner difusen Vorstellung von Hochliteratur gefolgt, die ungefähr so in der Preisklasse von Gryphius von Odenhobler liegt. Ich hätte nie erfahren, wie vollendete Dichtung wirklich aussieht. Aber jetzt hielt ich sie in Händen. Ich resignierte, aber ich resignierte mit Freuden, ich setzte mich nicht aus Faulheit oder Furcht oder sonstigen niederen Beweggründen zur Ruhe, sondern aus Demut vor wirklich künstlerischen Adel.“
Nach jahrelangem Flirten in Buchhandlungen habe ich mir heute endlich „Die Stadt der Träumenden Bücher“ von Walter Moers gekauft. 39 Seiten haben ich schon verschlungen und ich kündige an: dieses Buch hat Auswirkungen; auf mich, auf dieses Buch, auf dieses Blog und meine Idee vom Netz.
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