Als Beitrag zur Bürgergelddebatte: wenn ich eins aus meiner Zeit in der Schülervertretung, meiner Zeit beim CVJM, meiner Zeit als Kelner und Zapfer, meiner Zeit als Tutor und Dozent, meiner Zeit als Startupgründer und meiner Zeit bei einer Onlinezeitung gelernt habe, dann, dass die Menschen zu allererst wollen, dass man sich um sie kümmert. Zu jeder Zeit und in fast jeder Situation finden es fast alle Menschen (mit Ausnahme von Wiglaf Droste) immer toll, wenn man sich um sie kümmert, wenn man sich ihrer Sorgen und Probleme annimmt, wenn man mit ihnen spricht, versucht, ihnen zu helfen oder ihnen etwas beizubringen. Menschen werden gerne an die Hand genommen, werden gerne da abgeholt, wo sie stehen. Menschen freuen sich, wenn sie jemandem erzählen können, wie ihr Tag war, was sie vorhaben, was sie denken und wie sie die Welt sehen.
Und viel wichtiger noch: ich glaube, dass viele unglückliche Menschen, viele schlechte Schüler, viele Jugendliche mit ernsthaften Problemen, viele Nazis, nur jemanden bräuchten, der sich ein wenig um sie kümmer und sie als Menschen ernst nimmt.
Was das jetzt mir Bürgergeld und Grundeinkommen zu tun hat, kann jeder Schmock an der eigenen Nase abzählen. Wahlweise darf das auch noch zu einer Ökonomie der Aufmerksamkeit in Bezeihung gestellt werden.
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