Wo die großen Schiffe schlafen

Fast genau ein halbes Jahr wohn ich jetzt an viereinhalb Tagen die Woche in Hamburg. Der Sommer war toll, die WM fantastisch. Jetzt wird es langsam Winter und abends ist es schon dunkel, wenn Feierabend ist. Morgens dämmert es so vor sich hin. Was mir gestern erst aufgefallen ist: ich fahre ja mit dem Metorbus Linie 5 die Grindelallee und Hohe Luft Chaussee hoch und runter, morgens und abends. Morgens schon im hellen und abends im dunklen. Und klar weiß ich, dass es die selbe Strecke ist, aber ich nehem sie völlig unterscheidliche war. Wenn es hell ist, sieht es alles reichlich scheiße aus und ich will nur schnell zur Arbeit. Abends leuchten die Geschäfte und ich denke mir, „da musste mal hin und da und da auch mal.“ Komisch.

Was mir gerade in der letzten Woche noch aufgefallen ist: eigentlich ist es fast egal, ob ich in Hambrug oder Tübingen wohne. Gut, ich habe drei Spieleläden auf dem Weg von der Arbeit zu meinem Zuhause. Aber eigentlich ist das auch egal. Eigentlich ist es egal. Montag bis Freitag ist Arbeiten. Freitag bis Sonntag ist Wochenende und Wochenende ist Bielefeld. Ich fürchte, der Winter in Hamburg wird nicht so schön. Immerhin hab‘ ich ein gutes Bett.


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Kommentare

2 Antworten zu „Wo die großen Schiffe schlafen“

  1. Avatar von Sascha

    Zu dieser Stimmung sei logischerweise der Ostwestfälische Wahl-Hamburger Bernd Begemann empfohlen – insbesondere natürlich seine Smash-Hits „Unten am Fluß“, „Bleib zuhause im Sommer“, „Oh, St. Pauli“ und „Wahrscheinlich der Winter“.

    Zu finden z.B. Beispiel .

  2. Avatar von Ron

    … und das Bett ist wirklich ein super Bett. Ich liebe dieses Bett. Das kann ich sagen, weil ich mich viele Stunden damit beschäftigt habe, ohne je darin zu schlafen.

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