Ab und an mag ich die Amerikaner ja. Connor Oberst z.B. oder Johnny Depp. Aber leider scheinen das nur Ausnahmen zu sein. Die Amerikanische Wirklichkeit sieht erschreckend anders aus.
Bald ist wieder Hurricane Saison. In New Orleans werden Dämme gebaut. Und je näher die Stürme kommen, desto mehr Aufmerksamkeit schenken die Medien und die Welt der Stadt. Neulich hab‘ ich schon auf einer Nachrichtenseite gelesen, dass insbesondere die sozial schwachen Flüchtlinge daran gehindert werden, zurück in die Stadt zu kommen. Gut sie habe da zwar nichts als schimmelnde Hütten, der Plan der Stadtverwaltung hat aber eher ein Disneyland für Jazzfreunde und andere Touristen im Blick als die Gesundheit der Bevölkerung.
Was mich aber eben ernsthaft entsetzt hat, war das Teile von New Orleans immer noch genauso aussehen, wie nach dem Ende der Flut. Da stapelt sich der Schutt mitten in den Straßen. Und mehr noch, diese Viertel hat die Polizei aufgegeben. Dort wird schlicht nicht mehr für Recht und Ordnung gesorgt. Rechtsfreie Stadtviertel durch die legale Kopfgeldjäger streifen auf der Suche nach Kriminellen, die per Vorladung gesucht werden.
Ein Typ wurde von fünf mit vollautomatischen Gewehren bewaffneten Kopfgeldjägern vor den Augen seiner Kinder in Handschellen abgeführt. Weil er Strafzettel nicht bezahlt hat. Ein Land in dem sowas passiert maßt sich an, anderen Demokratie bringen zu wollen, mit vollautomatischen Waffen und Krieg. Das ist mit Denken nicht zu rechtfertigen und kann nur Abscheu und Verachtung hervorrufen.
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