Das Foto hab ich gestern Morgen zum ersten Mal in der Ubahn gesehenn und gedacht, „Geiles Foto, was für ein Kerl. Ein Mann. Kehrt den Menschen den Rücken und blickt wie Willy Deville. solche Kerle gibt’s gar nicht mehr.“
Weit gefehelt, mein liebes Ich. Was ich zu dem Zeitpunkt nämlich noch nicht wußte: der Kerl ist Bob Dylan, den ich schon gar nicht mehr auf dem Zaun hatte, und er hat ein neues Album. Das kann sich natürlich kein alteingesessener Feuilletonredakteur nehmen lassen. Ein Neues Bob Dylna Album ist eine Macht. Und weil ich eine Napster-Flatrate hab ich mal zugehört, wie Bob Dylan das untergehende Märchenland Amerika bereist.
Zugegeben, Amerika geht unter. Aber Bob Dylan ist nicht der Apologet der Apocalypse sondern die ihre Avantagarde. Großer Gott! Hatt der schon immer solchen Scheiß gemacht? Das ist von einer unerträglichen Belanglosigkeit, wie ich zuletzt bei Dire Straits gehört habe und ich wünschte, auf dem tollen Foto wäre Willy DeVille. Der war nämlich schon immer ein Schlagerfuzzy und keine Ikone einer Generation.
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