Erste Beobachtung: Ein bischen inspiriert durch Nico, hab ich einen Teil des bisherigen Wochenendes damit zugebracht, Platten auf meinen Plattenspieler zu legen und bei der Gelegenheit gleich auf MiniDisc zu bannen. Thomas hatte ganz recht – Musik mit Schallplatten zuhören erfordert nicht nur eine ganz andere Aufmerksamkeit. Es ist sogar so, dass zunächst die CD und jetzt der Rechner als zentrales Musikabspielmedium einen immer weiter weg von der Physik der Musik, von der Körperlichkeit des Musikhörens bringen. Klar, MP3 und Ipod sind komfortabler, aber ich behaupte mal, Schallplatte ist intensiver.
Zweite Beobachtung: Drum’n’Bass ist keine Musik. So um die Jahrtausendwende hab ich viel Drum’n’Bass gehört, gekauft und aufgelegt, später nannte sich das dann Techstep. Seit meiner ersten Atari Teenage Riot Platte, die ich ’95 gekauft habe, haben mich Breakbeats hypnotisiert. Es ist eine Form von Musik, die in meiner Wahrnehmung praktisch völlig außerhalb aller anderer Musik steht. Nicht hört sich auch nur annähernd so an, und nichts funktioniert so bei mir. Es ist ein Schalter zu einer anderen Wahrnehmung (wie die Brille die Roddy Piper in „Sie leben“ hatte). Schön, dass das immer noch funktioniert.
Dritte Beobachtung: vielleicht sind das nur nachträgliche Rechtfertigungen für höchst profane Nostalgie.
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