Von Bären und Bigotterie

Ich hab das ja erst nur am Rande mitbekommen. Da ist irgendwo ein Bär in Bayern. „Dufte“, dachte ich, „endlich mal wieder ein bischen Natur in Deutschland.“ Und dann kamen auch schon Nachrichten vom „Problembär“ und von „Beikommen mit dem Gewehr“. Sogar Ede „Ich sollte aus Selbstschutz keine Interviews mehr geben, die ich nicht ablesen kann, wenn ich nicht den Rest meines Lebens in den 1Live O-Ton-Charts landen will“ Stoiber ruft zu lustigen Bärenhatz auf.

Dazu kann man nur eines sagen: wer den wahrscheinlich einzigen in Deutschland freilebenden Bären erschießen will, der hat jede, aber auch jegliche Grundlage verspielt, irgenwelchen Regenwaldanwohnern, Tundrabürgern, Serengetiansässigen auch nur einen guten Rat geben zu wollen, was sie mit ihren Gorillas, Tigern und Elefanten machen sollen.


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Kommentare

3 Antworten zu „Von Bären und Bigotterie“

  1. Avatar von hen

    Deswegen hat der Bär sich ja offensichtlich inzwischen auch wieder nach Österreich verpisst…

  2. Avatar von Anis

    Ich war mal in Karpaten mit dem Auto unterwergs. Am Rande des Dorfes wollten wir kurz anhalten und Piknick machen. Kaum haben wir eine Decke ausgebreitet, kommt eine kleine Oma vorbei mit Eimer voll mit Heidelbeeren, zeigt auf den nahen Wald und sagt: „Geht dort nicht rein! Da ist ein Bär!!!“ Du kannst sich vorstellen, wie schnell und immer in Richtung des Waldes gestarrt haben wir unsere Brote verschlückt. Ja, mit Hunden und Katzen habe ich Erfahrung, aber mit Bären..! Soll irgendwie auch ähnlich sein. Telepathisch kann man mit allen Tieren reden.

  3. Avatar von Görch

    es ist ein REINER problembär…

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