Power Point und Open Office

Andreas [sonst mein Mentor und Sonnenschein] hat mir aufgetragen, in meiner Textstruktur und Textsatz Veranstaltung morgen auch Open Office Impress zu machen, was das das OO-Pendant zu Power Point ist. *seufz*

Jede Faser meines Körpers schein sich dagegen zu wehren, dieses ästhetische Unding, diesen typographischen Leereaum, diese Palge unseres Jahrzehnts zu erlernen, um meinen Studenten beizubringen, wie sie inhaltslose Stichpunkt so auf 20 Folien verteilen, dass sie damit getrost jedes Referat überstehen.

Und was das schlimmste ist: Open Office ist auch hier wieder besser als seine MS-Konkurrenz. Eine ganze Armee der Finsternis von 3D Objekten, bunten Kringeln, lustigen Pfeilen und anderen Typozombies harrt ihrer Erweckung unter einem unschuldig aussehende Button. Und Legionen von geisterbeschwörenden Hexenflüche warten darauf die Ruhe der Buchstaben und Seiten zu stören und sie zu Untoten, zu wandernden Seelen auf dem Bildschirm zu machen: in Schlangenlinien fliegen sie auf das Blatt, erscheinen aus dem Nichts oder dehnen sich wie auf der Streckbank.

Was haben uns diese armen Buchstaben denn getan? Haben sie nicht jahrtausende gute Arbeit geleistet? Waren sie nicht immer treu und fleißig? Wer hat sich nur diese sieben Kreise der Zeichenhölle ausgedacht? Ist denn kein Mitleid mehr in dieser Welt?


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